Im Namen der Hexen – was mir noch auf der Palette brennt

Im Namen der Hexen….

bittet um Verzeihung. Es ist Zeit, genau jetzt, an Eure Folterknechte, sadistische Triebe und Grausamkeit zu erinnern. An die Gier, mit der sich Eure Büttel für Euch bereichert haben, als die Feuer loderten, in den Kerkern Blut floß, das Blut unschuldiger Frauen. Frauen, Mädchen, Kindern und weisen Männern.

Verliere ein Wort der Abbitte, Institution Kirche, gehe in Dich, bevor auch Deine Vertreter es wagen von Mord zu sprechen, wenn es um die Entscheidung zu einem

Schwangerschaftsabbruch geht. Nehme den Balken aus Deinem Auge, bevor gerade Du es wagst, Deine christlichen Parteien erneut auf Frauen zu hetzen, geschichtsträchtig geschunden auch und besonders aus Deinen Reihen.

Im Namen der Hexen, bitte um Entschuldigung für die Scheiterhaufen, errichtet für Menschenkinder, ihrem alten Wissen und ihren Gärten der Fruchtbarkeit

und kehre um.

Die Kuh muss vom Eis

 

Schöner leben ohne Tierleid,
Vielleicht haben mich Träume, romantische Zeitschriften über wilde Gärten, in denen selbstgekochte Marmeladen und Chutneys ihre Wiege haben, beeinflusst.
Endlich idyllisch von der Vegetarierin zur Veganerin, inmitten duftender Kräuter, blühenden Bienenspeisekammern, ja, so in etwa waren meine Vorstellungen als wir mit allen Möbelwagen vor dem alten Bruchsteinhaus anhielten, um zu bleiben.
Wohlgemerkt, bleiben möchte ich hier immer noch, solange mich meine Füße den Berg hinauf über das alte Kopfsteinpflaster tragen. 
Das Erwachen aus meinem Traum, begleitet vom Entsetzen über alte Brauchtümer wie „HAHNEKÖPPEN“ oder „GÄNSEREITEN“, kam schnell. Einkaufen für Veganer ist erst eine Option, seit die Supermärkte ein paar überteuerte Kleinigkeiten anbieten.
Aber die berufstätige Frau, dauernd unterwegs, braucht auch bisweilen eine flotte Akzeptanz.Bei politischen Konferenzen zum Beispiel besteht meine Tagesration aus den welken Dekorationsvorschlägen auf Mett- oder Schinkenbrötchen, mit passendem Fleischduft parfümiert. Bestelle ich im besten Haus am Ort mit gelobtem Koch ein veganes Büfett, ist jeder Salat, Gratin oder jedes Süppchen in Sahne getaucht oder gebadet. Als der Hausliefersevice mir mit Aufpreis eine vegane Platte bringt, ist „wenigstens“ ein wenig Huhn dabei. Und der Mordsspass, den die netten Nachbarn haben, wenn sie Käse oder ein wenig Hackfleisch in mein Essen schmuggeln konnten.
Ja, sie bemühen sich, mal kopfschüttelnd, mal mit den üblichen Witzen, wenn ich Pech habe, mit den schönsten Schlacht- oder Jagderlebnissen. Also bleibe ich zuhause, esse allein. Und wenn sie es dann doch schaffen, mich zu überreden, dann sitze ich im Qualm verbrannten Fleisches toter Tiere und kaue höflich ein Stück ödes Weißbrot.
Inzwischen weiss ich um ein paar Gleichgesinnte, der Bioladen bietet manchmal etwas an, während aus meinen Vorräten zuhause regelmäßig Motten schlüpfen. Ich muss den Lieferservice abbestellen; so schnell wie die Motten bin ich nicht.
Der schöne Tag, an dem ich nach Belgien, zu der Welt allerbesten Fritten eingeladen war, bleibt meine grösste Enttäuschung. Als ich endlich an der Reihe bin, hungrig und voller Vorfreude, lacht mich der belgische Fritteur strahlend an:“ unsere belgischen Fritten sind die besten „ und er verweist auf einen grossen weissen Block.“ in bestem Rinderfett frittiert!“Eistüte